Kunst

Kunst ist integraler Bestandteil der Unternehmenskultur von foryouandyourcustomers und Teil unseres sozialen Experimentes. Sie ist Grundlage einer inspirierenden Arbeitsumgebung und zugänglich für Mitarbeiter, Kunden und Kunstinteressierte. Ausstellungen, bestehend aus Werken verschiedenster Künstler, aus unterschiedlichsten Schaffensphasen. Nur eines ist ihnen gleich: Ihr Wirken geht einher mit einer über Jahre hinweg getragenen Entwicklung gepaart mit der sich darin wiederspiegelnden Konstanz ihren Arbeit. Sich weiterzuentwicklen und dabei erkennbar bleiben, ganz so wie foryouandyourcustomers.

21. Ausstellung: Werke von Barbara Höller

… schließlich geht es immer um Malerei. Es sind die großen Fragen, die in diesem bisherigen Œuvre praktisch wie konzeptionell verhandelt wurden. Es ging um Farbe in ihren Schattierungen und materiellen Strukturen, es ging um Form und die Anwendbarkeit von Formeln, es ging um Serialität und Variation, es ging um Objekthaftigkeit und Reduktion bis ins Auratische, es ging um Fläche und Tiefe, Linearität und Plastizität.

Barbara Höller, aktuell zu sehen in Düsseldorf

Und immer war da ein kleiner Haken in diesen stringenten Überlegungen. Sei es nun der eingebaute Fehler oder ein humorvolles Zwinkern, auch als Absicherung gegen die eigene Perfektion. Nun aber geht es um Raum. Die Koordinaten geben das Zimmer eines fernen Chatpartners ab, vom Bildschirm übernommen werden Raumkanten, die als Linien nun am Malgrund erscheinen und ihn in polygonalen Flächen teilen. Das Lineament des Diptychons »double access 2« ist so konzipiert, dass sich die beiden Tafeln divers variieren lassen, sodass sich eine der Linien auf dem Gegenstück fortführt. Was ursprünglich die Raumgrenze definiert, ließe sich potenziell in der Fläche unendlich weiterführen. Doch das ist ein Nebengedanke, schließlich geht es bei Barbara Höller immer um Malerei. (Daniela Gregori)

Diese Ausstellung kann nach Voranmeldung bis April 2018  in unserem Büro in Düsseldorf besucht werden.

20. Ausstellung: Fotoskulptur, Lorenz Estermann, Hans Glaser, Ilse Haider, Herbert Hofer, Sacha Manówicz, Gertraud Presenhuber

Skulptur und Fotografie, heute gleichwertige künstlerische Medien, könnten ihrer Definition nach kaum gegensätzlicher sein. Skulpturen sind ausladende, raumgreifende Gegenstände, deren Geschichte bis an den Beginn der Kunstgeschichte zurückreicht, die eine bestimmte Materialität mit entsprechendem spezifischen Gewicht haben, eine handwerkliche Fertigkeit voraussetzen und Zeit für den Herstellungsprozess beanspruchen.

Sammelausstellung, aktuell in Wien zu sehen

Fotografien hingegen gibt es erst seit den 1830er Jahren, sie projizieren alles Dreidimensionale – selten maßstabsgetreu – auf eine Fläche und sind selbst fast gewichtslos, eben »mit Licht geschrieben«. Der Herstellungsprozess wird einer technischen Apparatur überantwortet und dauert erstmal (beim Auslösen) nur einen Sekundenbruchteil. So verschieden diese beiden Medien also scheinen, so zahlreich sind dennoch die Anknüpfungspunkte, die über ein einseitiges »Fotografie bildet Skulptur ab« hinausgehen. Sali Ölhafen hat sechs KünstlerInnen zusammengebracht, die auf unterschiedliche Weise Eigenheiten der Fotografie wie Licht und Schatten, positiv und negativ, Zeitlichkeit, Flächigkeit oder die Doppelbelichtung nützen, um über das Verhältnis zwischen diesen beiden Medien zu reflektieren und das eine Medium einmal aus der Sicht des anderen zu sehen. (Ruth Horak)

Diese Ausstellung kann nach Voranmeldung bis April 2018 in unserem Büro in Wien besucht werden.

19. Ausstellung: Werke von Clea & Cäsar Bitzer

Die Papierschnitte, Acrylbilder und Objekte von Clea Bitzer haben eine starke Präsenz. Sie sprechen allein durch Hell-dunkel-Kontraste und einzelne klare Farben. Geometrische Strukturen zerstreuen und sammeln den Blick.

Clea & Cäsar Bitzer,  Ausstellung zu sehen in Feldkirch

Bewegung und Ruhe sind ein und dasselbe. Clea Bitzer ist bei einer Kunst jenseits subjektiver Emotionalität angekommen.

Ihr Umgang mit Geometrie berührt durch geduldige Genauigkeit. Durch die Verbindung von Härte und Zartheit. Was sagen die Bilder? Nichts. Nur: »Ich bin schön, siehst Du?«. Cäsar Bitzer verarbeitet Fundmaterial spielerisch zu reizvollen Objekten und Assemblagen. Zwei Bildserien geben den Blick in sein Neo-Dada-Labor frei. Durch raffinierte Schnitte offenbaren gewöhnliche Couverts ihr teils nach außen gekehrtes Innenleben als fantastische Architekturen. Und Frontseiten von Programmheften des Kunsthauses Zürich sind witzig-hintergründig mit Fundobjekten angereichert. Immer leistet der Zufall Assistenz. Was das alles bedeutet? Nichts. Nur: »Macht Spaß! Spiel mit!«. (Gerhard Piniel)

Diese Ausstellung kann nach Voranmeldung bis Februar 2018 in unserem Büro in Feldkirch besucht werden.

18. Ausstellung: »Ein Haus, ein Mensch, ein Schiff« von Adrian Künzi

Ein Haus, ein Mensch, ein Schiff. Adrian Künzi (*1956, Stein am Rhein) beschäftigen elementare Situationen. Ein Markbein, ein Reissverschluss, ein Maschinenteil. Er bringt Formen in einer reduzierten, präzisierten und vereinfachten Form ins Holz. Als Werkzeug nimmt er die Kettensäge. Sie hilft ihm, sich nicht in Details zu verfangen, sondern sich immer wieder aufs Wesentliche zu reduzieren.

Adrian Künzi, Werke zu sehen in der Ausstellung in Zürich

Seine Skulpturen, Objekte oder Holzschnitte zeugen von viel Erfahrung, mit dem Material Holz herzhaft und präzis Stellung zu beziehen. Die Leiter, die Stele, das Gefäss – Adrian Künzi schafft das Menschliche. (Brigit Meier) Wir freuen uns, den bekannten Schweizer Künstler Adrian Künzi für eine weitere Ausstellung bei uns gewonnen zu haben. Der »freischaffende Gestalter«, wie sich Adrian Künzi gerne selbst bezeichnet, präsentiert dabei ein breites Spektrum seiner filigranen Holzsägekunst. (Brigit Meier)

Diese Ausstellung kann nach Voranmeldung bis Dezember 2017  in unserem Büro in Zürich besucht werden.

17. Ausstellung: Sägeschnitt-Wandobjekte von Birgit Zinner

Birgit Zinner aus Wien gestaltet seit 1986 einen facettenreichen Kosmos aus Bildobjekten. Mehrseitig bemalte, mit der Stichsäge geformte Holzplatten schichtet sie zu luftigen Gefügen, die – jenseits von Rahmung – Raum erfahrbar machen.

Birgit Zinner, zu sehen in München

Durch die Einbindung von Restmaterialien aus früheren Arbeiten, Verbindungselemente, und vielfältige Variationen der Verknüpfung, entsteht aus den einzelnen Kunstwerken ein vernetztes großes Ganzes. Linie begegnet Fläche, Weite Fokussierung und Wandel Kontinuität. In Birgit Zinners Arbeitsprozess trifft eine konzeptuelle Herangehensweise auf die spontane Arbeit mit der Stichsäge. Diese hinterlässt Kratzer und Abrisskanten als willkommene Spuren, die den Prozess lebendig halten. (Carola Conradt)

Diese Ausstellung kann nach Voranmeldung bis Oktober 2017 in unserem Büro in München besucht werden.

16. Ausstellung: »Harmonikale Aspekte« von Peter Kuyper

Peter Kuyper wurde 1942 in Utrecht geboren und wuchs von 1954 an in der Schweiz auf. Bereits in jungen Jahren war er fasziniert von der Gruppe de Stijl, deren Anliegen es war, sich vollständig von den Darstellungsgrundsätzen der traditionellen Kunst abzuwenden und eine neue, völlig abstrakte Formelsprache zu erarbeiten, die auf der Variation von wenigen elementaren Prinzipien der bildnerischen Gestaltung beruhte.

Peter Kuyper

Neben eines Architekturstudiums belegte der Künstler in seiner Anfangszeit Zeichenkurse an der École des Beaux Arts in Lausanne. Nach dem Abbruch seines Studiums folgte eine intensive Auseinandersetzung mit modernem Jazz sowie den Arbeiten von Johannes Itten, Josef Albers und Richard Paul Lohse. Dies führte ihn hin zur Kunstrichtung der konkreten Malerei. Seine spätere Arbeit als Architekt in namhaften Zürcher Büros, beispielsweise bei Prof. Walter Custer, bekräftigte endgültig seine Affinität und Liebe für Gestaltung und Farbe.

Die Malerei ist für ihn ein Mittel, um auf optische Weise gestalterische Gedanken zu verwirklichen. Bevor das Werk in Materie umgesetzt wird, besteht es in seiner Gesetzmäßigkeit bereits auf vollständige Art im Bewusstsein. Das Werk Peter Kuypers ist ein konsequenter Ausdruck hamonikaler Masse und Gesetze, die die gestalterischen Systeme strukturieren und mit künstlerischen Mitteln zum Leben erwecken.

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

15. Ausstellung: Auszug aus dem Schaffen von Jürgen Paas

Jürgen Paas untersucht in seinem künstlerischen Werk die Funktion von Malerei, von Gedächtnis und von Komplexität. Dabei geht er immer ganz konkret vom Objekt des Bildes aus, das er – fast wie in einem Museum – untersucht, lagert, deponiert,

Jürgen Paas

archiviert und immer in Bezug auf die vorgefundenen Räume präsentiert. Der Künstler distanziert sich in seinem Werk vom singulären Bild und arbeitet in Reihen, Verdichtungen, Ensemblen, Installationen oder thematisiert diese Vielseitigkeit in der Offenheit der Bildkomposition. (Dr. Gabriele Uelsberg)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

14. Ausstellung: Werke von Norio Kajiura, Shinya Sakurai und Toshiro Yamaguchi

Auf den ersten Blick können die Werke der in Japan aufgewachsenen und in den westlichen Metropolen Wien, Turin und Madrid lebenden und arbeitenden Künstler Norio Kajiura, Shinya Sakurai und Toshiro Yamaguchi unterschiedlicher nicht sein:

Gesammelte Werke

Hier der vorwiegend auf Nonfarben wie Weiß, Grau und Schwarz sowie einen grafischen Duktus spezialisierten Wahlwiener Kajiura, dort die beiden »Südländer« Sakurai und Yamaguchi, für die ein kräftiges, ungebrochenes Kolorit und pastose Texturen charakteristisch sind.

In der Ausstellung treffen diese Gegensätze als Gemälde, Wandobjekte und Installationen kontrapunktisch aufeinander und formieren sich zu einer komplexen polysinnlichen Komposition, die fernöstliche Tradition von Zen bis Gutai mit jenen der westlichen Avantgarde zu einer unverwechselbaren Synthese jetztzeitiger Kunst verbindet. (Maria Christine Holter)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

13. Ausstellung: Arbeiten von Franz Türtscher

Die Werke des aus Vorarlberg stammenden und in Wien lebenden Künstlers Franz Türtscher beziehen sich auf zwei existenzielle Koordinaten: die Senkrechte und die Waagrechte. Seine malerischen und objekthaften Arbeiten variieren innerhalb dieses Systems – folgen entweder dem vorgegebenen Raster oder brechen dieses auf, um sich vollkommen neu zu definieren.

Franz Türtscher

Bezugspunkte sind dabei der waagrechte Horizont und die sich senkrecht orientierende Schwerkraft.

Franz Türtschers Arbeiten implizieren, trotz des strengen Ordnungssystems, eine spielerische, prozesshafte Bewegung. Geometrische Elemente werden wie Module in einem Baukastensystem auf dem Bildträger variiert. Die so erzeugten Räume mit ihren kommunizierenden Elementen versteht Türtscher im Sinne einer expansiven Malerei, welche häufig auch auf die Ausstellungssituation Bezug nimmt. Es geht dem Künstler dabei um die Erzeugung von abstrakten Gestaltungsprinzipien – von Rhythmus und Farbklang. (Kirsten Helfrich)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

12. Ausstellung: Werke von Franco Kappl

Die Bilder zeichnet aus, dass sie neben ihrer starken Prägung durch die malerischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte intensive Spuren der Nahebeziehung des Künstlers zu anderen Gegenwartskulturen beinhalten. Die prägnanten grafischen Komponenten zählen ebenso dazu wie die expressiven Rhythmisierungen, die auf die hohe Aufmerksamkeit Kappls für Musik und visuelle Alltagserscheinungen verweisen.

Franco Kappl zeigt Werke bei foryouandyourcustomers.

Die besondere Dichte entsteht dabei aus einer sorgfältig herbeigeführten Balance zwischen gestisch-improvisatorischen Malweisen und reflektierenden Arbeitsschritten, mit denen die anfängliche Dynamik durch Veränderungen, Überlagerungen und Ergänzungen in ein Gesamtbild übergeführt wird, dem letztendlich alle Spuren seiner Entstehungsgeschichte anzusehen sind.

In einer neuen Serie erweitert Franco Kappl seine Methodik um das Prinzip der Montage: Jeweils zwei gleichformatige, aber kontrastierende Arbeiten werden nachträglich miteinander verbunden und bearbeitet. Einem unüblichen Zweiklang ähnlich, beziehen die daraus entstehenden Doppelbilder ihre Spannung aus dem Widerspruch zwischen dem Impuls zur Harmonisierung und einer bewusst offen gehaltenen Dissonanz. (Martin Fritz)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

11. Ausstellung: »momentan« von Sali Ölhafen und Gerhard Himmer in Amsterdam

Sali Ölhafen entwickelt im Prozess des Malens ein abstraktes Motiv, eine »Form«, wie sie es nennt, die sie in Variationen im Bild oder auch freigestellt als schwebendes Element im Raum einsetzt.

Zum ersten Mal gemeinsam in Amsterdam zu sehen.

Im Bildkontext liefert sie dieses gleichsam zum Zeichen ernannte Motiv Bedingungen aus, die dem Zufall Gestaltungsspielräume gestatten – sei es, dass es »informell« unter- und übermalt wird, sei es, dass es auf Bildträger gebracht wird, deren rasterförmige Reliefstruktur die Farbe nur an seiner Oberfläche annimmt.

Gerhard Himmer arbeitet flüssig mit möglichst durchscheinenden Öl-Lasuren in jeweils einer Tonalität, die den Bildträger als eine visuell erahnbare Raum-Schicht nützen. Der Zufall des Abwärts-Rinnens gebiert diaphane Vertikalstrukturen, die dort enden, wo das Farbmittel ausläuft. Darunter und dahinter schichtet sich der zuvor – bewusst – gesetzte Farbraum ohne definierbare Grenze. In beiden Fällen begegnen sich Ordnungsstrukturen und Momente des Zufalls. Die künstlerische Entscheidung, wann oder wo »momentan« definitiv wird, markiert zugleich auch den Zustand der – wieder momentanen – Bild-Betrachtung.

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

10. Ausstellung: »momentan« von Sali Ölhafen und Gerhard Himmer

Gemeinschaftsausstellung von Sali Ölhafen und Gerhard Himmer.

Momentan entstehen während eines Malprozesses, der den Zufall gestattet, Strukturen, Formen, Farbräume, die zur Weiterarbeit ebenso herausfordern können wie zum Finalisieren des Bildes. Der momentane Bild-Zustand steht daher stets an der Kippe zwischen Flüchtigkeit und Stabilität. Die Ausstellung »momentan« mit Werken von Sali Ölhafen und Gerhard Himmer stellt zwei künstlerische Wege gegenüber, bei denen auf unterschiedliche Weise das Momentane zum Beständigen findet. (Lucas Gehrmann)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

9. Ausstellung: »weiter sehen« Malerei und Holzskulpturen

Ausgangspunkt der Malerei von Sali Ölhafen ist meist eine zentrale abstrakte Form. Mit fließender Farbe wird sie gebildet, als Synthese zwischen Chaos und Ordnung.

Sali Ölhafen

Eine zusätzliche Raster-Ebene verstärkt die Ordnung, gibt aber auch Lücken frei, um einer dritten Ebene, der Leere, Raum zu geben: Entstehen lassen und Entstandenes sein lassen. Die Künstlerin stellte in Österreich, der Schweiz, Italien und Japan aus. www.salioelhafen.com. »Zeichnen mit der Kettensäge« scheint beim Züricher Künstler  Adrian Künzi ein zentrales Thema das sich durch seine einzelnen Schaffesnphasen zieht. Dabei verbindet er subtil Kraft und Sensibilität. Im Dialog mit dem Holz und der Kettensäge entstanden so in den vergangenen Jahren ausdrucksvolle, filigrane Skulpturen. Adrian Künzi ist als freischaffender Gestalter und als Dozent an der gestalterischen Berufsmaturitätsschule in Zürich tätig. www.adriankuenzi.ch. (Rebecca Gericke)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

8. Ausstellung: »ghetto 2013« Tineke Storteboom

Tineke Storteboom

Die niederländische Künstlerin Tineke Storteboom (1962) schloss ihre Ausbildung 1992 Malerei an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam. Ihre Arbeiten wurden bislang in zahlreichen Galerien ausgestellt, darunter  Hof und Huyser, Suzanne Biederberg und Raw Gallery in London und sind ebenfalls Teil in mehreren privaten und Unternehmenssammlungen, einschließlich der Rabobank und dem niederländischen Innenministerium. Neben der Malerei widmet sich Storteboom ihrer zweiten Leidenschaft, dem Schreiben. Wiederkehrende Themen im Werk von Tineke Storteboom sind: Mythen und Bewusstsein, Widersprüche und Einheit hinter Dualität. Sie produzierte von 1992 bis heute seriellen Arbeiten als mysterium Coniunctionis‘ ‚Vierzehn Stationen‘ ‚Labyrinth‘ (inspiriert durch das Labyrinth der Kathedrale von Chartres), ‚Bulls‘, ‚Hurricanes‘, ‚Ulysses‘ und „inneren Landschaften. (Gary Schwartz)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

7. Ausstellung: »Würfelbilder« von Christian Stock

Christian Stock

Seit den 1980er Jahren malt Christian Stock in einer bemerkenswerten Konsequenz monochrome Bilder. Die Erweiterung des Bildraums – vom illusionistischen zum realen Raum – verbunden mit der Reduktion der eingesetzten Mittel nimmt dabei in seinem Œuvre eine zentrale Rolle ein. Leinwand, Farbe und Pinsel begleiten ihn seit seinen frühen Versuchsanordnungen, aus denen Werkgruppen wie Würfelbilder, X, O oder Delete Paintings hervorgegangen sind.
Die aktuelle Ausstellung konzentriert sich auf Stocks Würfelbilder. Auch wenn man diese als Objekte bezeichnen möchte, bleiben sie immer monochrome Malerei, die Schicht für Schicht über Jahre hinweg bis zu 3000 Mal behutsam auf kleinformatige, quadratische Leinwände aufgetragen wurde. Christian Stock benutzt dabei die Grundfarben Rot, Gelb und Blau sowie die Nichtfarben Schwarz und Weiß. Beim Trocknen zieht sich die Farbe zusammen. Auf den Prozess hat der Maler keinen Einfluss. In genau dieser feinen Balance zwischen der Kontrolle des Malvorgangs und dem Zulassen einer Eigendynamik des Farbmaterials formt Stock in mantra-artiger Wiederholung (vergleichbar mit einem 3D-Druckverfahren) seine kubischen Farbschichtungen, deren vier Seiten an einen Querschnitt durch geologische Erdschichten erinnern mögen. (Cornelia Offergeld)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

6. Ausstellung: Aktive Auseinandersetzung mit Kunst von Baraba Höller

Barbara Höller

Seit Jahren schon beschäftigt sich Barbara Höller mit dem Thema der Veränderlichkeit vonKunst. In unterschiedlichen Serien hat die Künstlerin ihr Augenmerk auf dieVariabilitätsfähigkeit ihrer Werke gelegt. So zeichnen sich auch ihre aktuellen Stangenarbeiten durch eine große Offenheit hinsichtlich der Art ihrer Präsentation aus. Durch Veränderung der Reihenfolge einzelner Modulgruppen lassen sich die Arbeiten farblich und motivisch neu ordnen. Die Möglichkeit einer steten Veränderbarkeit des Farbverlaufs und somit auch der Gesamterscheinung des Werkes ist gleichsam eine Aufforderung der Künstlerin zur aktiven Auseinandersetzung mit Kunst.
Barbara Höllers Kunstwerken liegen vornehmlich geometrische Formen wie Quadrat, Kreisoder Linie zugrunde, die sie als Grundbausteine des Lebens bezeichnet. (Hartwig Knack)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

 5. Ausstellung: Kurt Rohrbacher in Wien

Kurt Rohrbacher

Rohrbachers Oeuvre ist Teil jenes fulminanten Comebacks der Malerei, das die 1980er Jahre nachhaltig prägte und von einem stilistischen Pluralismus, der Figuration und Abstraktion selbstverständlich miteinander vereint, gekennzeichnet ist. Inhaltlich wie formal bestimmend: eine expressive Bildsprache, die poetische wie archaische Aspekte der Realität miteinbezieht, was in hohem Maße auch für die Werke Kurt Rohrbachers gilt. Womit sich der Künstler damals wie heute von seinen Malerkollegen absetzt und was als sein Markenzeichen gelten kann, ist die Verwendung der Enkaustik, einer künstlerische Maltechnik, bei der in Wachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund aufgetragen werden. Diese von Rohrbacher in seinen Gemälden experimentierend weiterentwickelte Technik hat eine deutlich längere Tradition als die Ölmalerei, erlebte ihre Blütezeit in der griechisch-römischen Antike und wird in der Kunst der Gegenwart äußerst selten angewandt. Für Kurt Rohrbacher, aber auch für Betrachterinnen und Betrachter reizvoll ist sicherlich die Tatsache, dass die materialisierten Gedanken des Künstlers mit Feuer unvergänglich auf der Malfläche eingebrannt sind. Diese Ausstellung ist bereits beendet. (Maria Christine Holter)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

4. Ausstellung: Werke von Akelei Sell

Akelei Sell

»red square« – der Titel einer Arbeit von Akelei Sell lässt zwangsläufig denken an das berühmte Bild »Das rote Quadrat« von Kasimir Malewitsch aus dem Jahr 1915. Und ein rotes Quadrat findet sich tatsächlich auch in Sells Werk aus der Reihe ihrer »Diaphanous picture objects« der Jahre 2007-2012. Der feine – und große – Unterschied liegt freilich darin, dass es ca. 100 Jahre nach der Erfindung des Suprematismus nicht mehr allein um die »Erfahrung der reinen Gegenstandslosigkeit« (Werner Haftmann) gehen kann, durchaus hingegen um eine Neu-Definierung »der reinen
Empfindung in der bildenden Kunst« (Malewitsch).
Akelei Sell arbeitet seit 30 Jahren an dieser »Empfindung«, indem sie höchst sensible, zwei- bis mehrschichtige auf geometrisch oder zeichenhaft-gestisch reduzierte skripturale Farb- und Form-Elemente miteinander korrespondieren lässt. Fotografisch-»reale« Sichtweisen von Wirklichkeit können dabei auf »Abstraktionen« derselben stoßen, welche – dann doch im Sinne Malewitschs – wesentlich sind durch die Empfindung – »als solche, ganz unabhängig von der Umgebung, in der sie hervorgerufen wurde.« (Lukas Gehrmann)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

3. Ausstellung: Norio Kajiuras Holzplastiken, Grafitbilder und Grafiken

Norio Kajiura

Kajiuras wichtigster Bezugspunkt ist der Begriff des japanischen MA. MA wird im alltäglichen japanischen Sprachgebrauch angewandt, um etwas über eine »Sache« auszusagen, ohne dass sie selbst dabei beim Namen genannt wird. Vielmehr wird deren Umfeld, ihr Bezug zu einer spezifischen, dinglichen oder zeitlichen Situation sprachlich erörtert.
»Wir denken demnach so, dass wir die Charaktereigenschaft einer Sache erst dann definieren, wenn wir den Bezug zu ihrem Umfeld bestimmt haben.« Norio Kajiura
Raum und Behausung, die Hauptthemen seiner Holzplastiken, Grafitbilder und Grafiken sind gemäß Kajiuras Denken typische Phänomene, die mit MA am besten zu beschreiben sind – funktionieren sie doch nur aus der Bezüglichkeit heraus, aus der Verschränkung von Innen und Außen, aus dem Leben das darin geschieht, aus der Zeit, die in ihnen verbracht wird. (Maria Christine Holter)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

2. Ausstellung: »Inszenierung des Zufalls« von Sali Ölhafen

Sali Ölhafen

Seit mehr als 25 Jahren beschäftigt sich die in Innsbruck geborene, in Wien ausgebildete und seit 2006 in Pfäffikon ZH und Wien lebende Künstlerin Sali Ölhafen mit einem Thema, das sie in unzähligen Versionen und Werkreihen entwickelt und verfeinert hat. Ausgangspunkt ihrer Malerei ist ein zentrales abstraktes Motiv auf der Bildfläche, das von verschiedenen Schichten überlagert oder unterlegt wird. Sie verankern das fragile Gespinst aus rinnender Farbe in einem eigenen System und geben ihm Halt. In ihren neuesten Arbeiten verwendet Sali Ölhafen Luftpolsterfolie als Bildträger und entmaterialisiert damit weitgehend den schützenden Untergrund. Einerseits wird ein Raster vorgegeben, andererseits der Bildraum durch das transparente Material undefiniert erweitert. Zu subtilen Wirkungen kommt es aufgrund der beidseitigen Bemalung auf der glatten bzw. genoppten Oberfläche. (Vitus H. Weh)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.

1. Ausstellung: Gemeinschaftsausstellung WEKAZ

Ein künstlerischer Weinkartonzwischeneinlage

WEKAZ ist die Abkürzung für Weinkartonzwischeneinlage. Weinkartonzwischeneinlagen sind recht unscheinbare Wellkartonteile. Sie sind passgenau gefertigt, sie haben Einschnitte, runde Löcher und gefalzte Enden. Sie liegen zwischen den Weinflaschen im Karton. Eigentlich werden sie gar nicht wirklich wahrgenommen. Und doch sie haben eine wichtige Funktion. Sie bilden einen Raum zwischen den Flaschen, damit diese beim Transport unbeschädigt bleiben. Das Dazwischen, ist im übertragenen Sinn Kultur, und vielleicht können wir auch sagen, die Kunst Mensch zu sein. Und dieses Dazwischen umgibt den Wein. Mit diesen Überlegungen ist es verständlich, dass Robert Josef Stadler die Idee hatte WEKAZ aus ihrem Dornröschenschlaf zu wecken. WEKAZs wurden zu seinen Begleitern. Er richtete ihnen eine Facebook-Seite ein und hatte schließlich (wahrscheinlich bei einem Glas Wein) die Idee, seine Künstlerfreunde zu bitten, mal was aus einem WEKAZ zu machen. Das Thema war klar und offen. Mach‘ was draus! 9 Künstler, res. Künstlerinnen sind diesem Aufruf gefolgt. (Astrid Graf-Noha)

Diese Ausstellung ist bereits beendet.