33. Business Breakfast: „Data Driven Design“

Wie man Design mit Daten unterstützt und was Datenanalysten von den Designern lernen können: Das 33. Business Breakfast "Data Driven Design" von foryouandyourcustomers in München stand unter dem interaktiven Austausch verschiedener Bereiche.

Während Standortleiter Jens Plattfaut die zahlreichen Teilnehmer zum Thema „Data Driven Design“ im foryouandyourcustomers-Büro mit Blick über Münchens Schwabing begrüßte, bildete sich eine weiße Schicht auf den umliegenden Dächern: Pünktlich zum Beginn des 33. Business Breakfasts in München fiel dort der erste Schnee des Jahres.

Graphen, Daten, Erkenntnisse: Kilian Semmelmann zeigt wie das Spielfeld der Analysten zur Tribüne der Designer wird.

Kurz darauf eröffnete Speaker Maximilian Mollien, Senior Art Director bei foryouandyourcustomers, den Vormittag mit einem Paukenschlag: „Design ist tot, lang lebe Design!“. Mollien erörterte, wie die bisherigen Entscheidungskriterien nicht mehr ausreichen, um wahrheitsgemäße Kreation zu betreiben, sondern es heutzutage der intensiven Zusammenarbeit von Designern und Datenanalysten bedarf, um erfolgreich zu sein. Laut des Senior Art Director gelte es, „durch konsequente Vernetzung der Bereiche permanent zu lernen und zu optimieren“.

Eine lebhafte Diskussion schloss sich dem Auftaktreferat an, in der sich die Teilnehmer der unterschiedlichen Firmen aus verschiedenen Branchen zum Thema austauschten und in offener Runde diskutierten, wie gut die gemeinsam als wünschenswert definierte Idee der Kollaboration zwischen den verschiedenen Themenbereichen in ihren Unternehmen umgesetzt wird. Über eine ferne Illusion klagten einige, während andere von einer nahezu perfekten Integration schwärmten.

Vor und zwischen den Vorträgen stärkte das Frühstück die gut gelaunten Teilnehmer.

Erste Beispiele, wie sich konzentrierte Arbeit in der proklamierten Verbindung auswirken kann, kamen vom zweiten Vortragenden Klaus Völk, CEO von webalyse. Anhand eindrücklicher Use Cases zeigte er, wie manchmal unsere Intuition bezüglich Design richtig liegen kann, uns aber auch in die Irre führt. Die Unterschiede im Informationsbedarf anhand von Kundensegmenten und Saison zu quantifizieren, gelang durch ausgiebige A/B-Tests und beeindruckte die Zuhörenden spätestens, als sie einen Einblick auf die Steigerungsraten der verschiedenen Implementationen bekamen.

Nach einer kurzen Pause bei reichhaltigem Frühstück und angeregtem Austausch folgte die zweite Hälfte des Business Breakfasts. Kilian Semmelmann, Senior Data Scientist bei foryouandyourcustomers, knüpfte an den Vortrag seines Design-Kollegens vom Morgen an und ging angewandt darauf ein, welche Verbindungen er zwischen Design und Daten sieht. Durch informative Graphiken illustriert, fesselte er die Zuhörer, indem er Bereiche, Methoden und Datenquellen aufzeigte, die es zu kombinieren gilt, um als Data Scientist die Kreation zu unterstützen. Dabei lautete sein Motiv: „Weg von den Bauchentscheidungen“, um datenbasierte Argumente anzupreisen. Es gelte, „Fakten zu nutzen, statt im Trüben zu fischen.“

Dialog erwünscht: Die Vorträge boten den Teilnehmern viel Stoff sich untereinander und mit den Referenten auszutauschen.

Ein gelungener Abschluss der Vorträge bot Felix Schirl von trbo, indem er über diverse Möglichkeiten referierte, die man nutzen kann, um Erkenntnisse über die eigenen Kunden zu gewinnen. Aber nicht nur die Aufnahme von Daten von verschiedenen Kanälen („Sie haben mehr Daten, als sie denken“), sondern auch die Verarbeitung und Verteilung über verschiedene Systeme standen im Zentrum. Felix Schirl gelang es dabei, die Vorteile aufzuzeigen, die die intensive Nutzung von Daten bietet und dass man besser jetzt als zu spät damit beginnt, diese einzusetzen.

Mit einer intensiven Diskussion über die anstehenden Änderungen durch die veränderte Gesetzeslage im kommenden Jahr ging das 33. Business Breakfast anschließend zu Ende.

Bei foryouandyourcustomers München freute man sich über die zahlreichen Teilnehmer, die regen Diskussionen und natürlich die interessanten und gelungenen Vorträge und blickt mit Spannung auf das nächste Business Breakfast.