Standortbestimmung und Orientierungshilfe im digitalen Wandel

»Jeden Tag liegen fünf Einladungen zu entsprechenden Events rund um den digitalen Wandel auf meinem Schreibtisch: Diese hier habe ich gerne angenommen. Denn die Zeit für das Breakfast lohnt sich, wie ich aus Erfahrung bereits weiß«, erläuterte Simona Naber von CHEFS CULINAR ihre Teilnahme.

Die ersten, erfolgreichen Schritte Richtung Digitalisierung getan hat die Saint Gobain Building Distribution Deutschland. Gunther Hahn, Leiter Digital und E-Business und erster Speaker, stellte den Teilnehmern die Roadmap des Baustoff-Handelskonzerns vor: Wo stand Saint Gobain vor ein paar Jahren, wie sieht der Ist-Zustand aus und wo soll die Reise hingehen. Hahn begeisterte dabei durch seine Offenheit, »wir sind in der Digitalisierung, aber bei Weitem noch ganz am Anfang« und zahlreichen Erfahrungsberichten aus den Bereichen Infrastruktur, Prozesslandschaften und Strategieentwicklung eines Unternehmens mit rund 2 Milliarden Euro Umsatz (2015), das sich auf dem Weg zur Digitalisierung befindet.

Wo kommt Saint Gobain her, wo will man dort hin? Gunter Hahn stellte sich bereitwillig der Diskussion.

»Natürlich möchten wir uns bei einer derartigen Veranstaltung auch als erfahrener Dienstleister für potenzielle Kunden präsentieren und unsere Methodiken vorstellen. Doch im Fokus der Eventreihe steht zu allererst, mit aktuellen Themen den Nerv unserer Gäste zu treffen und ihnen bei ihren individuellen Problemstellungen weiterzuhelfen«, begründete Axel Helbig Themenauswahl und Speaker des 22. Business Breakfast.

»Saint Gobain ist für uns nicht nur Kunde, sondern ein spannendes Beispiel für einen Großkonzern, der sich der Konkurrenz von Amazon & Co. erfolgreich erwehren wird«, so Helbig. »Ich hätte jeden Punkt dieses Vortrages unterschrieben«, urteilte Simona Naber im Anschluss. »Gunther Hahn spiegelte uns dieselben Probleme wider, mit denen sich auch die Unternehmen der Teilnehmer hier auseinandersetzen müssen.« Und Birgit Schwinge, CeramTec GmbH, fügte an: »Saint Gobain ist ein gutes Anschauungsbeispiel, wie andere Unternehmen mit einer ebenfalls langen und gewachsenen Tradition wie Struktur an das Thema Digitalisierung herangehen, welche Lösungsansätze sie wählen und wie sie die Mitarbeiter darin involvieren.«

Microservices als agile Umsetzungsoptionen

Senior Developer Florian Dömges über Pro und Contra von Microservices.

Einer der Lösungsansätze des Baustoff-Handelskonzernes ist der Einsatz von Microservices, dem Thema des zweiten Vortrages an diesem Morgen. Dem Praxisbeispiel zu Beginn folgte nun der Blick hinter die Kulissen von Onlineshop, Kundenportalen und Strategieentwicklung: Microservices als Umsetzungsoptionen einer Digitalisierungsstrategie im E-Commerce. Der Weg weg von eher unflexiblen monolytischen Systemen hin zu agileren Ansätzen wurde präsentiert von Florian Dömges, Senior Hybris Developer von foryouandyourcustomers. »Ein spannendes, sehr technisches Thema, das ich in unsere IT-Abteilung weitertragen werde«, befand Ilias Mokanis von Dörken Service.

»Viele Gäste kommen zu unseren Business-Breakfast-Veranstaltungen, da sie auf der Suche nach Orientierung und Expertise in bestimmten Bereichen sind: heute war es das Thema Digitalisierung«, resümierte Axel Helbig nach seinem Abschlussvortrag. »Mir ist es sehr wichtig, ihnen während dieser Zeit die Gesamtzusammenhänge innerhalb des jeweiligen Themenbereiches aufzuzeigen. Deshalb präsentierte ich heute auch das von uns entwickelte 6-Stufen-Modell, das den Blick auf strategische, technische wie auch personelle Abhängigkeiten freigibt. Nur so ist meiner Meinung nach eine konsequente und erfolgreiche Weiterentwicklung von Unternehmen möglich und nur so können wir unseren Gästen ein abgerundetes Bild zum Abschluss bieten.«