Wie Farmy.ch konsequent Megatrends bedient

Das 28. Business Breakfast von foryouandyourcustomers präsentierte Erfolgsstorys, bot handfeste Tipps, neue Perspektiven und Methodiken, damit Unternehmen den digitalen Wandel gewinnbringend für Ihr Business nutzen können. Dem Online-Hofladen Farmy.ch ist das bereits gelungen. Dort verfolgt man von Beginn an und durchgehend konsequent das Thema Kundenorientierung. 

Kaum ein Thema wird im Handel derzeit so rege diskutiert wie die Bedeutung einer Kundenfokussierung für den Businesserfolg. Technische Innovationen im Zuge der Digitalisierung, neue Player mit disruptiven Geschäftsmodellen, das sich ständig und in rasanter Geschwindigkeit wandelnde Kundenverhalten in einem immer härter umkämpften Markt: All dies sind Herausforderungen, die das Bewusstsein für die Notwendigkeit, den Kunden immer stärker in den Fokus der Bemühungen zu rücken, schärfen.

Der Online-Hofladen Farmy.ch. ist das Paradebeispiel eines Online-Pureplayers, dem es trotz der Fokussierung auf ein in erster Linie datengetriebenes Geschäftsmodell gelingt, eine großartige Kundenorientierung zu leben. »Das Einlassen auf die Kundenwünsche ist definitiv matchentscheidend«, sagte Adrian Bührer, Investor und Farmy.ch-Verwaltungsrat. »Basis des Farmy.ch-Erfolgsmodells ist die Ausrichtung darauf, zwei Megatrends der Kunden zu bedienen«, wie es Bührer in seiner Präsentation beschrieb.

Adrian Bührer in Aktion.

 »Als da wären zum einen die wachsende Bereitschaft der Kunden, auch Lebensmittel online zu kaufen und zum anderen die vorherrschende Foodkultur und damit das Verlangen nach regionalen, ethisch korrekt hergestellten Lebensmitteln. Farmy.ch macht sich diese Trends zunutze, reagiert auf Kundentrends und bedient diese.«

»Was der Kunde will, ist entscheidend. Ansonsten arbeitet man am Markt vorbei. Wir bauen sehr stark auf die Bedürfnisse der Kunden auf, treten mit ihnen über eine Vielzahl an Kanälen in Kontakt und messen durchgehend, wie erfolgreich die einzelnen Touchpoints sind.«

Farmy hat sich von Anfang an, anders als herkömmliche Retailer, gänzlich dem Onlinegeschäft verschrieben und praktiziert dabei ein erfolgreiches Crossdocking-Modell mit entsprechendem Logistikkonzept: Der Kunde bestellt direkt über die Onlineplattform von Farmy.ch und erst dann gibt diese die Bestellung an den jeweiligen Produzenten der Ware weiter. Damit ist es dem Start-up gelungen, schon nach kurzer Zeit die Spitze des Schweizer Bio-Retailmarktes zu erobern.

 

„Was der Kunde will, ist entscheidend. Ansonsten arbeitet man am Markt vorbei.“
Adrian Bührer, Investor und Farmy.ch-Verwaltungsrat

25 Teilnehmer waren am Mittwochmorgen der Einladung zum Business Breakfast von foryouandyourcustomers ins Noerd nach Zürich Oerlikon gefolgt. Die Blicke der Anwesenden waren fokussiert auf Adrian Bührer. Es herrschte konzentrierte Stille, aufmerksames Mitnotieren und Abfotografieren einzelner Slides, an die Leinwand projiziert. »Das Beispiel Farmy.ch hat mich mit seinem Konzept absolut überzeugt und ja, auch inspiriert«, urteilte im Anschluss Martin Keller. »Genauso spannend wie das Logistikkonzept, das dahinter steckt, war für mich dabei die Tatsache, dass ein reiner Onlinehändler auf klassische Werbe- und Marketinginstrumentarien wie TV und Mund-zu-Mund-Propaganda setzt.«

Inspiriert, aber auch begeistert und teilweise überrascht zeigten sich die Anwesenden vom Beispiel des erfolgreichen Farmy.ch-Konzepts. »Man kann von den erfolgreichen Beispielen anderer Unternehmen noch einiges lernen. Und auch wenn es sich dabei um branchenfremde Firmen handelt, so bieten die präsentierten Cases wie Farmy.ch einige Aspekte, die sich auch auf das eigene Business adaptieren lassen. Die Veranstaltung hat mir persönlich wieder einmal gezeigt: Es ist absolut sinnvoll, den Kopf vom eigenen Schreibtisch zu heben und einen anderen Blickwinkel auf ein Thema einzunehmen«, sagte Marcel Franke, pmOne Analytics.

Gespannte Zuhörer im Noerd.

Doch wie gelingt es auch anderen Unternehmen, das Thema Kundenorientierung in den Fokus zu stellen und den digitalen Wandel erfolgreich für das eigene Business zu nutzen? Jonathan Möller von foryouandyourcustomers hatte die Antwort parat. Auf Basis der Erfahrung von weit mehr als 100 Customer Journeys, durchgeführt mit Kunden und Mitarbeitern Unternehmen unterschiedlichster Branchen, präsentierte er den Teilnehmern verschiedene Tools von foryouandyourcustomers zur Analyse des Kundenverhaltens. Darunter die ChannelOPERA, die ChannelCARDS und das sechsstufige Modell Exploded View. Tools, die Unternehmen auf einfache Weise einen Zugang zum Kunden bieten, die unterstützen, die Projektarbeit effizienter und kostengünstiger zu gestalten und einen Überblick über den sinnvollen Aufbau von Prozessen und notwendigen Strukturen geben.