Bu­siness Breakfast von foryouandyourcustomers Düsseldorf

Das Team von foryouandyourcustomers begrüßte am Donnerstag, 12. Mai 2016, rund 30 Gäste und Partner zum gemeinsamen Business Breakfast mit Stibo Systems im Office Düsseldorf. In einem gewohnt kreativen Umfeld drehten sich die Gespräche zwischen Experten und Gästen bei diesem Event um das A und O der Digitalisierung: Den Daten und der Frage: Wie können Unternehmen die Qualität und damit den Wert ihrer Daten steigern und ihr Multichannel Business nachhaltig verbessern?

»Das Business Breakfast bot dank der wertvollen Referate wieder einmal die passende Plattform für einen regen Austausch über effektives Management der Produktdaten-Qualität – mit den Gästen, den Teilnehmern untereinander und mit unserem Partner Stibo Systems. Das war unser Ziel,« sagte Axel Helbig, Geschäftsführer von foryouandyourcustomers Düsseldorf.

Den Auftakt zur Veranstaltung machte Andreas Drexhage, PIM-Experte von foryouandyourcustomers Düsseldorf und Stuttgart. »Die Investitionen von Unternehmen in Systeme stellen nur einen Teil des Nutzens dar, der letztlich für Kunden generiert wird«, berichtete der Senior Consultant aus seiner langjährigen Praxiserfahrung. »Die bedeutenderen Investitionen an Zeit und Ressourcen finden in die Daten statt, die die Systeme aufnehmen. Die Qualität dieser Daten ist entscheidend für den Gesamterfolg des Systems«, betonte der Senior Consultant.

»Die Datenqualität ist entscheidend für den Gesamterfolg des Systems.«

Vor seinen Vortrag stellte Andreas Drexhage eine Differenzierung von Daten und Wissen: »Wissen ist Daten angereichert um Kontext.« Ebenso bedeutend bei der Eingrenzung des Begriffs Datenqualität ist die Festlegung, wofür werden die Daten benötigt. Der 50-Jährige rief verschiedene Ansätze zum Messen von Datenqualität auf und verglich wissenschaftlich-mathematische Methoden mit verbalen Anforderungen, um zu praxisrelevanten Kriterien wie Änderungshäufigkeit von Daten, Gesamt-Dokumentationszeiten und den Erwartungen an die Benutzerfreundlichkeit zu kommen.

Im Weiteren referierte Drexhage über Auswirkungen und Metriken einer Anforderungsmatrix aus Konsistenz, Wahrheit, Flexibilität, Zugang und Kostenkontrolle. Zu den fünf Dimensionen für Datenqualität entwarf er jeweils ein Szenario für eine einzelne Metrik sowie Interdependenzen zwischen den Kriterien.

blog_17.business_breakfast_produktdatenqualität_05

Der vertrauenswürdigen Anwendung von Metriken erteilte der Multichannel Consultant eine Absage: »Man kann einen Zahlenfriedhof schaffen, wie komplett sind meine Daten und man ist dann fertig, aber es ist nur eine Statistik. Aber die Menschen sollen sich nicht auf Zahlen fixieren, sondern der Nutzen der Daten muss steigen!«, begründet er sein Statement.

Drexhage beendete seine detaillierten Ausführungen mit der Erfahrung aus 20 Jahren PIM-Projekten bezogen auf Datenqualität: »Man muss im richtigen Geist die Qualität leben.«

»Produktdaten werden immer dort gut, wo die Produkte entstehen«

»Die Bedeutung von Produktdaten-Qualität und Klassifizierung wächst, berichtete Prof. Dr. Uwe Kern von der FOM Hochschule für Ökonomie und Management in seinem Referat. Sortimente werden komplexer, erläuterte der Wissenschaftler; die Nutzung der Kanäle und die Anzahl an Lieferanten steigen und nicht zuletzt werden die rechtlichen Anforderungen an Produktdokumentationen komplexer.

blog_17.business_breakfast_produktdatenqualität_04

Unterschiedliche Anforderungen, so Kern, gebe es beispielsweise im Handel oder der Industrie: Handelsunternehmen suchen nach einer möglichst neutralen Darstellung ihrer Produkte, optimalen Bedingungen für Suche und Retrieval, Verkaufsoptimierung und Ausleitung in Druck-Medien. Industrie-Sortimente hingegen müssten vor allem in den Kanälen präsent sein und einheitlichen Anforderungen an Daten und Schnittstellen genügen. »Wenn Daten neuer Produkte nicht in guter Qualität geliefert werden, werden sie nicht gelistet«, berichtete Professor Kern.

Klassifizierung sei eine aufwändige Angelegenheit: Für einen Anbieter von 1000 Artikeln ist das eine überschaubare Situation. Für Handelsunternehmen mit großen Sortimenten hingegen bedeutet es eine strategische Investition, die aus seiner Sicht jedoch »unumgänglich ist«.

»Datenqualität entscheidet über Wachstum«

Ian Rendall, referierte als Head of Tech Sales Europe bei Stibo Systems anschließend über die strategische und Produkt-Ausrichtung der Stibo STEP Technologie zu Produktdaten-Qualität. Er betonte darin: »Datenqualität entscheidet über Wachstum.« Daten erweisen sich in Business und Technologie immer mehr als »Schmierstoff, der Wettbewerbsvorteile durch Genauigkeit und Granularität einbringt.« Rendall stellte ein Erwachen der Organisationen beim Thema Datenqualität fest.

blog_17.business_breakfast_produktdatenqualität_06

Der Beitrag der STEP-Technologie zu Datenqualität wird anhand der Konsolidierungs- und Prüfmechanismen aus verschiedenen Datenquellen zu einem »Golden Record« dargestellt. Automatisierte Algorhythmen und manuelle Optimierung erlauben Anwendern, Personen, Prozess- und Produktdaten zu konsolidieren, anzureichern und zur «trusted source« zu erheben, ohne die Herkunft der Daten zu verlieren.

»Den Erwartungen der Kunden zu entsprechen«, gefolgt von Kostenaspekten des »verbesserten Daten Managements« sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren bei den Kunden, so Rendall. Ebenso wirkt die Verkürzung von Produkteinführungen als Wettbewerbsfaktor. »Wir reden bei Product Launches von Tagen anstatt von Wochen.«

Die Gäste bestätigten im Anschluss beim gemütlichen Beisammensein mit Organisatoren und Referenten die steigende Bedeutung von Produkt-Datenqualität im Zusammenspiel mit Lieferanten, vor den Herausforderungen der Neuanschaffung moderner Systeme und in der operativen Arbeit der Internationalisierung: »Die Investition in Stammdaten Management zahlt sich erst aus mit den entsprechenden Ressourcen im Daten-Qualitätsmanagement!«