Vernissage von Christian Stock

Zum ersten Mal präsentierte foryouandyourcustomers Kunstwerke, welche die Marke von EUR 100'000 überschreiten. Allerdings arbeitete der Künstler auch acht Jahre an seinen Werken und zusätzlich noch 40 Stunden, um diese im richtigen Licht zu präsentieren. Fragen zur Kunst können wir Ihnen nicht gut beantworten, aber für Fragen zum Multichannel-Business, zur Verbesserung der internen und externen Kommunikation stehen Ihnen unsere Mitarbeitenden gerne zur Verfügung.

Die Ausstellung mit anschliessendem Aperitif gab den Gästen eine angenehme Möglichkeit, Kunst und Kennenlernen zu verbinden. Zudem verkaufte der Künstler auch kleinere, sehr preiswerte Bilder, welche bei der Entstehung seiner Würfelbilder entstanden sind. Kuratiert wird die Ausstellung von Sali Ölhafen.

Die Eröffnungsrede zur Ausstellung hielt Cornelia Offergeld, Kunsthistorikerin, welche folgendermassen zusammengefasst werden kann:

Seit den 1980er Jahren malt Christian Stock in einer bemerkenswerten Konsequenz monochrome Bilder. Die Erweiterung des Bildraums – vom illusionistischen zum realen Raum – verbunden mit der Reduktion der eingesetzten Mittel nimmt dabei in seinem Œuvre eine zentrale Rolle ein. Leinwand, Farbe und Pinsel begleiten ihn seit seinen frühen Versuchsanordnungen, aus denen Werkgruppen wie „Würfelbilder“, „X“, „O“ oder „Delete Paintings“ hervorgegangen sind.
Die aktuelle Ausstellung konzentriert sich auf Stocks „Würfelbilder“. Auch wenn man diese als Objekte bezeichnen möchte, bleiben sie immer monochrome Malerei, die Schicht für Schicht über Jahre hinweg bis zu 3000 Mal behutsam auf kleinformatige, quadratische Leinwände aufgetragen wurde. Christian Stock benutzt dabei die Grundfarben Rot, Gelb und Blau sowie die Nichtfarben Schwarz und Weiß. Beim Trocknen zieht sich die Farbe zusammen. Auf den Prozess hat der Maler keinen Einfluss. In genau dieser feinen Balance zwischen der Kontrolle des Malvorgangs und dem Zulassen einer Eigendynamik des Farbmaterials formt Stock in mantra-artiger Wiederholung (vergleichbar mit einem 3D-Druckverfahren) seine kubischen Farbschichtungen, deren vier Seiten an einen Querschnitt durch geologische Erdschichten erinnern mögen. Parallel zur Produktion des ausgestellten „Gelben Würfelbildes“ wurde nach jeder Beschichtung der Leinwand zusätzlich ein Blatt Papier mit der gleichen Acrylfarbe bemalt, das Papier nummeriert und datiert. So sind ebenso viele eigenständige Papierarbeiten entstanden, wie Schichten auf der Leinwand. Nichts Geringeres ist hier geschehen als die Aufhebung des in der Malerei postulierten „Entweder-Oders“. Denn die „Würfelbilder“ sind gleichzeitig abstrakte Malerei sowie gegenständliche Objekte, denen die Frage nach unserer Erfahrung von Zeit eingeschrieben ist.

Christian Stock wurde 1961 in Tux in Tirol geboren und lebt in Wien. Nach der Ausbildung an der Kunstgewerbeschule für Holz- und Steinbildhauerei in Innsbruck studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien Malerei bei Arnulf Rainer.